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Filmvorführung „Roots Germania“

Erstellt am 24. Oktober 2011

 

Bei einer Kooperationsveranstaltung zwischen dem Evangelischen Gymnasium Siegen-Weidenau und der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung und präsentierte Mo Asumang am 18.10.2011 ihren hochaktuellen Film „Roots Germania in den Räumlichkeiten der Mediathek.
Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Stadt Siegen im Rahmen der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus.

Mo Asumang ist Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers. Mo Asumang wurde bekannt als Moderatorin verschiedener Sendungen wie zum Beispiel „Liebe – Sünde“ oder einigen Musiksendungen. Ebenso wirkte sie in vielen Filmen als Schauspielerin mit. Mit ihrem Regiedebüt des Dokumentarfilms „Roots germania“ vereint Mo Asumang zum ersten Mal all ihre Fähigkeiten auch hinter der Kamera. Der Film wurde 2008 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.

Am 05.November 2007 rief die Neonaziband „white Aryan Rebels“ auf der CD „Noten des Hasses“ öffentlich zur Ermordung prominenter deutscher „Feinde“ der „arischen Rasse“, darunter Mo Asumang, auf.

Dieser Schock inspirierte Mo Asumang zu einer filmischen Spurensuche.
Den bösartig gemeinten Rat der Neonazis nimmt Mo Asumang dabei ernst: „Geh dahin, wo du hergekommen bist!“
Ist das Kassel, ihr Geburtsort? Oder Ghana, woher ihr Vater stammt? Aber dort gilt sie als Weiße. Doch ein Aufenthalt dort öffnet ihr die Augen für einen ganz neuen Weg, den Rassismus und Germanenkult deutscher Neonazis zu hinterfragen.

So wird Mo Asumang’s Identitätssuche ganz nebenbei auch eine spirituelle Reise zu afrikanischen und deutschen Ahnen- und Kultplätzen
Eine intensive, aber immer wieder auch ironisch-humorvolle Reise, die nicht nur dazu führt, ein persönliches Trauma abzulegen, das durch Vorurteile, Hass und Furcht zustande kam. Mo Asumang wächst den Neonnazis dabei über den Kopf. Sie besucht germanische Heiligtümer, trifft Rechtsradikale, aber auch ihren Vater in Ghana. Mo Asumang mischt sich auf einer NPD- Demo unter 3000 Neonazis, spricht mit Jürgen Rieger, bringt Nazikader aus der Fassung.

Am Ende ihrer Reise ist Mo bereit den Sänger der Naziband zu treffen!
Stern schreibt: „Diese Frau kann man zu Recht mutig nennen: Sie hat sich unter die Menschen begeben, die sie am liebsten tot sehen würden.“
Nach der Filmvorführung wurde eine lange, lebhafte und interessante Diskussionsrunde durchgeführt. Mo Asumang hat mit ihrer faszinierenden und authentischen Erzählung über ihre eigene Erfahrung mit Rassismus und Rechtsextremismus, das Publikum begeistert und nachdenklich gemacht.
Ihr Fazit lautet: Nach der Identitätssuche habe ich für mich festgestellt, dass ich beides sein kann, Deutsche und auch Afrikanerin und aus beiden Kulturen schöpfen kann. Dies ist eine sehr positive Erfahrung. Durch den Film habe ich meine Angst vor Neonazis überwunden und bin stärker geworden. Hingegen habe ich die Neonazis als ängstlich und hilflos erlebt, die ihr Tun und Denken nicht logisch erklären können.


Bild für: Filmvorführung „Roots Germania“

Autorenlesung: Saliha Scheinhardt: Am 08.10.2011 „40 Jahre Frau sein und fremd in Deutschland“

Erstellt am 12. Oktober 2011

 

Knapp vierzig Zuschauer konnten sich am Samstagabend von einem kraftvollen Auftreten der Frau Saliha Scheinhardt in der Mediathek in Siegen überzeugen.
Frau Saliha Scheinhardt las aus ihrem noch unveröffentlichten Roman "Wahnliebe" mit dem Untertitel " 40 Jahre Frau sein und fremd in Deutschland".
Sie beschreibt in Ihrem Buch die letzten 40 Jahre ihres Lebens in Deutschland.
Sie las aus ihrem Textauszüge: Zwischen zwei Welten pendelnd, ratlos, stetes auf der Suche nach Wahrheit und Glück, unbeugsam, unbestechlich und politisch in der immer dünner werdenden Luft meiner großartigen Scheinheimat, die nicht gerade mütterlich zu mir war, sind diese 40 Jahre an mir vorbei gesaugt, und doch möchte ich keinen tag missen. Ich wollte kein Blatt vor den Mund nehmen! Unbequem sein! Dem Übel die Stirn bieten! Kämpfen ohne Selbstmitleid, in der Hoffnung auf ein menschliches Leben in liebe, Frieden und Freiheit! Am Ende stand auch ich wie alle nach dem großen Knall vor einem Trümmerhaufen in einer unendlichen Einsamkeit.
Frau Saliha Scheinhardt hat die Besucher der Mediathek mit ausgewählten Textabschnitten aus ihren Romanen und eigenen, witzigen wie tragischen Erlebnissen zu einer Reise in ihre politisches und persönliches Gedächtnis, zu einem spannenden literarischen Abend begleitet.

Scheinhardts Lesungen betonen immer wieder deren Emotionalität: „Gefühlvoll“
lese sie, mit erstickender Stimme zuweilen, ihre Texte schilderten „authentisches“ Erleben.
Ihre Literatur ist stark autobiografisch geprägt, die Rezeption ihrer Bücher oft auf ihre Person und auf ihr eigenes Schicksal bezogen.
Sie schildert den Kampf für das Leben in einem fremden Land, einsam und verlassen nach der Suche von Geborgenheit und Sicherheit. Sie sucht Freiheit um nicht mehr fremd bestimmt zu werden.

Die Veranstaltung wurde vom Publikum sehr positive angenommen und über viele Themen
z. B. Migration, Integration, Sprachproblem der Kinder und die Frauenbenachteiligung der Migranten sehr lebhaft diskutiert


Bild für: Autorenlesung: Saliha Scheinhardt: Am 08.10.2011 „40 Jahre Frau sein und fremd in Deutschland“

Filmvorführung in IFINS

Erstellt am 06. Oktober 2011

 

Am 05.10.2011 präsentierte die Mitarbeiterin der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung, (Nahid Yahyai) den Teilnehmer und Teilnehmerinnen zweier Sprachkurse des Instituts für internationale Sprachen in Siegen (IFINS) zwei Filme.
Seit Anfang des Jahres standen Fragen aus Gesellschaft, Integration und Politik auf dem Unterrichtsprogramm.

Nach einem einführenden Referat über den Aufgabenbereich der Mediathek, verdeutlichte Frau Yahyai dabei auch die Zusammenhänge mit der Antidis-kriminierungsarbeit.
Der Film „ Der Test“: zeigt die Geschichte von Levent Tekin, der einen Einbürgerungstest bestehen muss, um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Der Film setzt sich mit dem Thema Migration humorvoll und verständlich auseinander. Der Regisseur Güclü Yaman, nutzte authentische Fragen aus hessischen und baden – württembergischen Einbürgerungstests für eine hübsche Satire auf den Sicherheitswahn, die Überlegenheitspose und die Bürokratie hiesiger Ämter.....

Nach einer lebhaften Diskussion wurde dann der Film „Schwarzfahrer“ vorgeführt, der ausreichend Stoff zur Diskussion bot. Die Themenbereiche in beiden Filmen umfassten, Integration, soziale Partizipation, Rassismus, Diskriminierung, Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit und Zivilcourage, die von allen Teilnehmer/Innen lebhaft diskutiert wurden.
In der Diskussion wurde auch die Situation der Kursteilnehmer/Innen in der Gesellschaft beleuchtet.
Man kam zu dem Schluss, dass sich Migranten nicht nur als Belastung, sondern auch als Bereicherung der deutschen Gesellschaft betrachten sollen, die ihre Ressourcen und Kultur, ihre individuellen und kulturellen Erfahrungen in die deutsche Aufnahmegesellschaft einfließen lassen können.
Integration ist keine Einbahnstraße, wurde ebenfalls festgestellt. Eine positive Integration erfordert gleichzeitig die Öffnung der deutschen Gesellschaft gegenüber den Migranten aber auch die Öffnung der Migranten gegenüber der deutschen Gesellschaft.
Dazu wurde auch erwähnt, wie wichtig die Integrationskurse in diesem Bezug sind.


Bild für: Filmvorführung in IFINS

Was ist Bilingualität, wozu ist sie gut?

Erstellt am 30. September 2011

 

Am 29.09.2011 hat eine Kooperationsveranstaltung der Integrationsagenturen folgender Verbände: VAKS: Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V., Diakonie in Südwestfalen Sozialdienste, Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V., und AWO: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Siegen-Wittgenstein/ Olpe stattgefunden.
Die Veranstaltung hieß: „Was ist Bilingualität, wozu ist sie gut?“
Nach einer ausführlichen Vorstellung der Aufgabegebieten der vier Integrationsagenturen in Siegen, hat die Prof.Dr. Gesa Siebert-Ott aus Universität Siegen einen Vortrag über die „Frühe Mehrsprachigkeit als Bildungsressource gehalten.

Vgl. statistisches Bundesamt 2009, wachsen mehr als 1,5 Millionen Kinder bis 15 Jahre in Deutschland zwei- oder mehrsprachig auf.
Die Frau Dr. Gesa Siebert-Ott hat das Thema „ Mehrsprachigkeit – Glücksfall oder Stolperstein für den Bildungserfolg“ thematisiert.
Dr. Gesa Siebert-Ott behauptet: Mehrere Sprachen zu beherrschen, ist eine wertvolle Fähigkeit in unserer heutigen Zeit. Je früher und authentischer mit dem Spracherwerb begonnen wird, desto nachhaltiger ist es. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Bilingualität belegen eindrucksvoll, dass ein gesundes Kind den Erwerb einer zweiten Sprache problemlos meistern kann.
Doch für eine optimale Sprachentwicklung brauchen Kinder feste Sprachregeln.
Für binationale Familien wird empfohlen, das Eltern in den ersten 4-5 Lebensjahren des Kindes konstant in ihrer Muttersprache sprechen. Gefördert wird die Bilingualität auch durch eine Unterteilung in eine Familien- und eine Umgebungssprache der Eltern , im Kindergarten lernen Kinder deutsch, aber der Alltag in den Einrichtungen gestaltet sich schwierig.

Danach hat die Frau Verena Bahrami, RAA Siegen , Praxisbeispiele auf örtlicher Ebene genannt und ausführlich das „ Rucksack – Modell“ vorgestellt.
Frau Ilse Zalewski, Caritasverband, Siegen –Wittgenstein hat an Hand der praktischen Lernübungen, gezeigt, wie die Kinder und die Eltern , spielend Sprachen lernen können..

Die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung und die Stadtbibliothek Kreuztal haben viele Medien über die Mehrsprachigkeit präsentiert.

Der Infotisch der Mediathek wurde mit zahlreichen aktuellen Medien über die Bilingualität sehr gut besucht.
Die Mediathek hat neue Kunden gewonnen und viele Medien ausgeliehen.
Das Ziel der Mediathek ist gelungen, da neue Kontakte geknüpft werden konnten.





Bild für: Was ist Bilingualität, wozu ist sie gut?

Filmvorführung " Kleine Wölfe-Gefangen in Freiheit" von Justin Peach und Vortrag über die Wohngruppe für Straßenkinder in Kathmandu von OneLoveOneWord e. V.

Erstellt am 06. Juli 2011

 

Am 30.06 hat Stephanie Theis, die erste Vorsitzende des Vereins (OneLoveOneWorld) in der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung einen Vortrag über den Aufbau der Wohngruppe und Ihre Zeit in Nepal gehalten.
Sie stellte den Verein OneLoveOneWorld vor und berichtete über die Wohngruppe für Straßenkinder in Kathmandu

OneLoveOneWorld ist ein in Deutschland eingetragene gemeinnütziger Verein, der sich der Planung und Durchführung diverser sozialer Projekte in Nepal widmet. Der Verein unterstützt Kinder bei ihrer Entwicklung mit dem Ziel, diese in ihrer Persönlichkeit und ihren Talenten zu stärken und ihnen durch Bildung, Partizipation und Wissen die Möglichkeit zu geben, aus dem Teufelskreis der Armut zu treten. Das Team besteht aus internationalen Mitgliedern aus Nepal und Deutschland.
Nepal ist eines der ärmsten Länder dieser Welt. Viele Kinder wachsen auf der Straße, in der Fabrik oder dem Gewebe der Eltern auf. Sie leiden unter unzureichender Versorgung der alltäglichen Bedürfnisse, sowie fehlender Förderung und Unterstützung. Im Bildungssektor bekommen die Wenigsten jemals eine Chance. Oft findet ein schleichender Übergang in die Kinderarbeit statt.
Der Verein möchte durch eine Projekte Hilfe zur Selbsthilfe leisten und Kindern und Jugendlichen den Zugang zu verschiedenen Bildungsbereichen ermöglichen
und dabei helfen, den Ausstieg vom Leben auf der Straße zu finden und ihnen einen neuen Platz und eine neue Perspektive geben. Um dies zu verwirklichen und die Kinder individuell fördern zu können, bauen sie betreute Wohngemeinschaften für ca.8 Kinder auf. OneLoveOneWorld möchte den Kindern ein neues Zuhause, welches von Liebe und Vertrauen geprägt ist, geben.

Der Film zeigt den realen Alltagsverlauf der Kinder auf der Straße mit allen Problemen mit denen Kinder täglich konfrontiert werden und sich alleine auf der Straße durchkämpfen müssen.

Leonie York und Stephanie Theis haben beide Soziale Arbeit in Siegen studiert und leben seit Oktober 2010 in Nepal. Dort haben sie mit dem Siegener Verein OneLoveOneWorld e.V. eine Wohngruppe für Straßenkinder aufgebaut.
8 Kinder finden dort einen Platz der durch Liebe und Vertrauen geprägt, Chancen gibt die den Kindern sonst verwehrt blieben. Der Verein hat es durch regelmäßige Spenden geschafft das Projekt zu verwirklichen. Momentan gehen drei Kinder zur Schule und zwei der Jugendlichen arbeiten in einer Autowerkstatt.
Das nächste Ziel ist es, eine Ausbildungsstätte aufzubauen, um benachteiligten Mädchen und Jungen in Kathmandu die Möglichkeit zu geben eine Fähigkeit erlernen, um so aus dem Kreislauf der Armut zu treten.

Die Veranstaltung wurde vom Publikum sehr gut angenommen.

Wenn Sie die Projekte des Vereins unterstützen möchten, besuchen Sie OneLoveOneWorld
im Internet unter www.onelove-oneworld.org



Bild für: Filmvorführung

Besuch von einer Studentengruppe der Universität Siegen in der Mediathek

Erstellt am 27. Juni 2011

 

Am 17.06.2011 wurde die Mediathek von einer Studentengruppe der Universität Siegen in Begleitung des Lehrbeauftragten Herr Carsten Blecher besucht.
Die Gruppe studiert Sozialarbeit und behandelt in ihrem Seminar das Thema „Soziale Arbeit mit Migranten“.

Nach einer Begrüßung, wurde der Kurzfilm „Hand in Hand“ gezeigt. Der Film setzt sich mit dem Thema Vorurteile und Diskriminierung humorvoll und verständlich auseinander. Danach präsentierte die Mitarbeiterin Nahid Yahyai der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung, anhand einer Powerpoint Präsentation, die Arbeit der Mediathek.

In ihrem einführenden Referat über den Aufgabenbereich der Mediathek verdeutlichte sie dabei auch die Zusammenhänge mit der Antidiskriminierungsarbeit.

Nach der Präsentation wurden die offenen Fragen beantwortet.
Der organisierte Infostand wurde mit diversen Medien über Migration und Integration, mit großem Interesse wahrgenommen. Besonderes Interesse zeigten die Studenten an den Unterrichtsmaterialien und Themenkoffern.

Einige nahmen noch am selben Tag die Gelegenheit war, aus dem reichhaltigen Angebot Bücher zu ihrer Bachlorarbeit auszuleihen.



Bild für: Besuch von einer Studentengruppe der Universität Siegen in der Mediathek

Autorenlesung – Anatol Egbuna

Erstellt am 04. April 2011

 

Am 24.03.2011 hat Anatol Egbuna, Autor von: Neger!!!! Schwarzer Sohn einer weißen Mutter“ und „ OYIBO!!!! Weißer Sohn eines schwarzen Vaters“ im Rahmen der „ Internationalen Wochen gegen Rassismus“ eine Lesung in der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung gehalten.
Anatol Egbuna erzählte emotional und sehr lebendig über sein Leben in Nigeria und beschriebt sein leidvolles Leben, das er bis 1996 unter brutalsten Bedingungen in Nigeria bei seinem Vater und seiner Stiefmutter erlebt hat, nachdem seine Mutter das Land 1982 verlassen hatte. Nach seiner dramatischen Flucht, mit Hilfe der deutschen Botschaft, kam er nach Hamburg wo er seine Lehre und sein Studium beendete. In Nigeria wurde ihm als „dem weißen Sklaven“ (OYIBO, hellhäutige) das Leben nicht nur in der Familie, sondern auch in der Schule schwer gemacht wurde und er sich immer wieder mit diskriminierenden und rassistischen Angriffen als Weißer konfrontiert sah.
In Deutschland angelangt schildert der Autor sein von mitmenschlicher Intoleranz, Verachtung, Vorurteilen, Diskriminierung und dem Verlangen nach elterlicher Liebe getränktes Leben. Aus dem Albtraum seiner nigerianischen Kindheit erwacht, führt ihn sein neuer Pfad der sogenannten Freiheit zu der traurigen Erkenntnis, auch hier, im Lande seiner Mutter „anders zu sein“.
Er hat durch Beispiele die Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung, die er mit eigener Haut erleben musste erläutert. Z. B. „Dies ist kein Platz für Neger, sondern nur für Arier, hörte Anatol Egbuna an seinem ersten Schultag erstaunt im Bergedorfer Luisengymnasium, als er sich ahnungslos auf einen Stuhl setzte. Damals, 1996, war Anatol erst wenige Wochen in Deutschland und wieder sah er sich der Ablehnung und dem Misstrauen ausgesetzt. Die gleichen bitteren Erfahrungen hat er bei der Arbeitssuche und bei der Wohnungssuche erlebt.

Trotz allem der junge Autor blieb in Deutschland, machte seine Fachhochschulreife, eine Ausbildung zum Feinmechaniker und studierte Maschinenbau.
Ebenso schrieb er seine beiden Bücher, um über seine Erfahrungen zu berichten, aber vor allem um sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung jeglicher Art zur Wehr zu setzen.
Er möchte an seinem eigenen Beispiel, vor allem Jugendliche motivieren, Anderssein, egal ob durch Hautfarbe, Religion oder Herkunft, nicht gleich abzuwerten.
Er schildert auch, dass wir alle global denken müssen und alle Menschen als Einheit sehen, egal welche Hautfarbe sie sind
Am Ende seiner Lesung kam es zu einer lebhaften Diskussion seiner Thesen, viele der Anwesenden fühlten sich durch seine Ausführungen bestätigt.


Bild für: Autorenlesung – Anatol Egbuna

Elfenbeinküste – ein negativbeispiel für die Wahlen in Afrika?

Erstellt am 28. März 2011

 

Am 22.03.2011 wurde eine Veranstaltung zur Elfenbeinküste durch das Eine Welt Forum Siegen – Wittgenstein in der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung durchgeführt.

Das Reaktor Unglück in Japan, die Luftangriffe auf Libyen sind tagtäglich präsent und Rundfund, Fernsehen und Presse. Das es noch andernorts Verbrechen gegen die Menschheit und die Gefahren eines Bürgerkrieges gibt. Dazu gehört auch die Elfenbeinküst (Cote d’ Ivore), dort existiert nach einem 5 jährigen Bürgerkrieg und der Hoffnung auf demokratische und friedliche Veränderungen eine neue und gewaltsame Krise, die das Land erneut in der Bürgerkrieg führen kann.

Die Politikwissenschaftlerin Renate Helm erläutert die Hintergründe dieser Entwicklung und beschreibt die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft einen Ausweg aus dieser Krise zu finden

Im Oktober 2010 fanden in der Elfenbeinküste Wahlen statt. Das Ergebnis: Zwei Präsidenten – eine Situation, die das Land, nach einem 5-jährigen Bürgerkrieg, erneut in eine Krise geführt hat. Bereits Anfang Januar 2011 bezifferte die UNO die Anzahl der Menschen die in das Nachbarland Liberia geflohen sind auf 22.000 Flüchtlingen. Auch amnesty international berichtet von den schwersten Auseinandersetzungen seit den Präsidentschaftswahlen.

Die Wahlen wurden insgesamt als die bisher besten des Landes gesehen und hatten auch im Vergleich mit Wahlen in anderen afrikanischen Staaten einen eher hohen Qualitätsstandard. Die Verkündung von zwei unterschiedlichen Wahlergebnissen führte zu einer sehr angespannten Situation, die bis heute anhält. Beide Kandidaten, Gbagbo und Ouattara, legten am 4. Dezember den Amtseid für das Amt des Präsidenten ab und präsentierten ihre Regierungsmannschaft.
Dabei hat Gbagbo weiterhin den Regierungssitz in Beschlag genommen, Outtara residiert in einem Hotel in Abidjan unter dem Schutz von 800 UN Blauhelmsoldaten.
International wurde 0uattara von fast allen Staaten als Sieger der Wahl anerkannt
Auch die Afrikanische Union und die Regionalorganisation ECOWAS haben Outtara als Wahlsieger anerkannt.

Es wurde auch der Frage nachgegangen, ob sich die Vorgänge, wie in der Elfenbeinküste, bei den in 2011 anstehenden Wahlen in weiteren afrikanischen Staaten wiederholen könnten? Frau Helm antwortete: Der Konflikt in der Elfenbeinküste hat Aspekte, die sich aus der Geschichte dieses Landes erklären und so in anderen Staaten nicht vorhanden sind. Die bisher in anderen afrikanischen Staaten abgehaltenen Wahlen verliefen friedlich. Zwar gab es in einigen Ländern Unregelmäßigkeiten, in anderen wiederum konnte sich die Opposition gegen den bisherigen Machthaber durchsetzen und das Ergebnis wurde akzeptiert.
Die Situation in der Elfenbeinküste ist somit nicht mit der anderer afrikanischer Staaten zu vergleichen.

Die Mediathek hat mit einem Infotisch über das Thema „Afrika“ durch verschiedene Materialien, die Veranstaltung unterstützt.


Bild für: Elfenbeinküste – ein negativbeispiel für die Wahlen in Afrika?

Siegener Bündnis für die zielgruppenübergreifende Antidiskriminierungsarbeit in der Kommune (ZAK) zeigte im Cinestar die Komodie:

Erstellt am 28. März 2011

 

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.03.2011 zeigte das Cinestar Siegen in Kooperation mit dem Siegener Bündnis für die zielgruppenübergreifende Antidiskriminierungsarbeit in der Kommune (ZAK) die Komödie "Salami Aleikum".
Der deutsch-iranische Endzwanziger Mohsen Taheri (Navid Akhavan) lebt noch bei seinen Eltern und hat keine Freundin. Eigentlich soll er die Fleischerei seines Vaters übernehmen, aber das "Tiere abmurksen" liegt ihm nicht so – er strickt lieber. Als dem Vater wegen der illegalen Entsorgung von Fleischereiabfällen die Lizenz entzogen wird, erklärt Mohsen sich als guter Sohn bereit, den Betrieb trotz seiner Vorbehalte weiterzuführen. Von einem dubiosen Händler lässt er sich polnische Schafe andrehen, die er aber selbst abholen muss. Auf dem Weg nach Polen bleibt Mohsen mit einer Autopanne in dem ostdeutschen Provinznest Oberniederwalde hängen.
Der Film zeigt humorvoll, wie, zwei Familie aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Kulturen, sich gegenseitig verachten, vorverurteilen und sich ausgrenzen, sich langsam annähern können und ihre eigenen Vorurteile gegenüber dem Anderen abzubauen. Der Film appelliert an alle Menschen friedlich und mit Achtung der Menschenwürde das Zusammenleben zu gestalten.


Die Mediathek unterstützte die Veranstaltung mit einem Info-Tisch mit diversen Medien vor dem Kino.


Bild für: Siegener Bündnis für die zielgruppenübergreifende Antidiskriminierungsarbeit in der Kommune (ZAK) zeigte im Cinestar die Komodie:

Internationalen Wochen gegen Rassismus

Erstellt am 28. März 2011

 

Am 21.03.2011 wurde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zusammen mit der Siegener Vertretung der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus eine Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Rassismus durchgeführt. Es nahmen zahlreiche Interessierte (ca. 120 Personen), davon viele Politiker teil.
Insgesamt haben sich 5 Schulen in Siegen dem bundesweiten Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angeschlossen. 4 Schulen (Ev. Gymnasium, Gymnasium Am Löhrtor, Eiserfelder Gesamtschule und Jung-Stilling Krankenpflegeschule) haben
ihre Projekte vorgestellt.
Die engagierten Siegener Schulen haben ihre Projekte mit verschiedenen Aktionsmaterialien (Flyer, Stellwände, Broschüre, Filme, Interviews) vorgestellt und ein Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung gesetzt.

Nach der Begrüßung von Horst Fischer, der Leiter des Jugendamts der Stadt Siegen, berichtete Bürgermeister Stephan Mues, über die Anfänge der Bewegung 1988 in den Niederlanden und seit 1995 in Deutschland. Es gibt 840 Schulen ohne Rassismus - Schule mit Courage in Deutschland, ca. 200 davon in NRW.
Die Aktivitäten sind sehr wichtig, um Menschen dazu bringen, Zeichen gegen jede Ausgrenzung und Diskriminierung zu setzen. Der Bürgermeister fand es sehr bedauerlich, dass in Siegen immer noch Rechtextremistische Angriffe zu finden sind.
Es sei wichtig, dass solche rassistischen und rechextremistischen Gedanken abgebaut und verhindern werden sollen, aber wichtiger ist es, dass solche Gedanken gar nicht auftauchen. Vorurteile abbauen ist gut, aber besser ist, dass man keine Vorurteile bildet.
Zum Schluss bekräftigte Herr Mues, dass die Menschen in Siegen ein Zeichen für Toleranz, Achtung und Respekt für Andere setzen sollen und Rassismus und Rechtsextremismus in Siegen keinen Platz hat.
Willi Brase vom DGB wünschte sich noch mehr Schulen in Siegen, die an dem Projekt teilnehmen.
In seiner Rede plädierte Herr Brase eindringlich dafür, dass niemals die Zeit des Nationalsozialismus und der Holocaust in Vergessenheit geraten darf.
Ebenso wichtig sei die Wahrung der Menschenrechte für alle Menschen, dort darf es keine Unterschiede geben.
Ein musikalischer Beitrag von SoR – Pate „Mohamed El-Chartouni“ hat die Veranstaltung begleitet.
Die Mediathek hat sich an dem Aktionstag mit zahlreichen Materialien (Bücher, CDs, DVDS und Plakate) beteiligt


Bild für: Internationalen Wochen gegen Rassismus