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    Archiv: 2010 | 2009 | 2008

"Die Freiheit der Iranerinnen", Vortrag von Mina Ahadi, Donnerstag, 17.06.2010

Erstellt am 22. Juni 2010

 

Rund knapp vierzig Zuschauer konnten sich am Donnerstag Abend von dem kraftvollen Auftreten der Frau Mina Ahadi in der Mediathek in Siegen überzeugen. Die gebürtige Iranerin und Menschenrechtlerin hielt einen Vortrag zum Thema „Die Freiheit der Iranerinnen“, der sehr gut und ausgewogen wirkte – trotz der schwierigen Thematik. Eingeladen hierzu hat das autonome Frauenreferat der Uni Siegen in Zusammenarbeit mit der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung. Frau Ahmadi, die heute in Deutschland lebt, ist Vorsitzende des Zentralrates der Ex-Muslime. Ihr öffentlicher Austritt aus dem Islam ist gleichbedeutend mit dem Todesurteil. Von der Polizei schützend beobachtet, klärte Frau Ahmadi an diesem Abend das Publikum über die Rechte der Frauen im Islam auf und sprach ihr Urteil über die Kopftuchträgerinnen. Vehement setzte sie sich zur Wehr, als das Thema „Todesstrafe durch Steinigung“ angesprochen wurde und kritisierte zugleich die politische Führung und ihren Umgang mit diesem schrecklichen Verbrechen und der Menschenrechtsverletzung. Ihre Forderung: Die Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen im Iran muß gestoppt werden!


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Denis Goldberg

Erstellt am 27. Mai 2010

 

Am 19. Mai um 19 Uhr war Prof. Dr. Denis Goldberg im Rahmen seiner Lesereise zu Gast an der Universität Siegen. Prof. Dr. Denis Goldberg Autor des Buches „ Der Auftrag, ein Leben für die Freiheit in Südafrika“ hat aus seinem Werk vorgelesen. Die über 70 Zuhörer haben in der Lesung teilgenommen.
Er berichtete über Apartheidregime, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen in Südafrika.
In seinem Buch erzählt der unverbesserliche Optimist die Geschichte seines Lebens, die zugleich eine Geschichte des langen, schwierigen und oftmals schmerzhaften Weges Südafrikas in die Freiheit ist.
Die Mediathek hat im Rahmen dieser öffentlichen Veranstaltung erneut an der Präsentation eines Informationstisches mitbewirkt. Die Mediathek konnte ein Paar Ausleihen tätigen und neue Kunden gewinnen und somit zur eigenen Bekanntmachung beitragen


Bild für: Denis Goldberg

Filmvorführung „Oury Jalloh“ und anschließende Diskussion mit Dr. Ibrahim Thiam, dem stellvertretenden Vorsitzenden der African Union e.V.. Donnerstag, 25.03.2010

Erstellt am 20. April 2010

 

Im Rahmen der diesjährigen „Internationalen Wochen Gegen Rassismus“ präsentierte die Mediathek am Donnerstag, 25.März 2010 in den eigenen Räumlichkeiten den hochaktuellen Film „Oury Jalloh“. Oury Jalloh, ein Asylsuchender aus Sierra-Leone, wird einem abgeschiedenen Asylbewerberheim bei Dessau zugewiesen. Ständig mit Rassismuserfahrungen konfrontiert – sei es durch Schmierereien an den Wänden, oder massiven Einschränkungen im Alltag, werden seine Gefühle der Verzweiflung immer deutlicher. Oury Jalloh, ein Asylbewerber aus Afrika, stirbt am 7. Januar 2005 gefesselt in einer deutschen Polizeizelle. Der Regisseur Simon Paetau greift in seinem Kurzfilm diesen Vorfall auf und schildert die letzten Lebensmonate des Flüchtlings. Er fragt dabei jedoch nicht nach den rätselhaften Umständen des Todes, sondern geht zurück in die Vorgeschichte des Falls. Mit dokumentarischen Mitteln wird die Vergangenheit Jallohs skizziert. Seine biographische Situation in Ostdeutschland und die damit verbundenen diskriminierenden Erfahrungen rücken in den Mittelpunkt des Films. Das Schicksal von Oury Jalloh und sein trostloses Leben zeigen beispielhaft einen misslungenen Integrationsversuch. Oury Jallohs gescheiterten Träume stehen stellvertretend für die Erlebnisse vieler Afrikaner, die einen ähnlichen Lebensweg beschreiten. Der politisch engagierte Film machte betroffen und regte mit seinem offenen Ende zum Nachdenken an. Die anschließende Diskussion mit Dr. Ibrahim Thiam, stellvertretendem Vorsitzendem der „African Union e.V.“ erwies sich als besonders fruchtbar. Das über zwanzig köpfige Publikum war sehr engagiert an der Diskussion beteiligt. Allgemeines Fazit war: „Flüchtlinge sollen nicht als Problem gesehen werden, sondern als Bereicherung, als eine Chance für Deutschland“. Ein Teilnehmer meinte auf die Frage, wie man mit Rassismus umgehen solle: „So lange ich lebe, versuche ich aus Deutschland mein Zuhause zu machen“. Man solle immer wieder versuchen, sich zu integrieren. Integration der Zuwanderer auf der einen, aber auch die Öffnung der Gesellschaft für die Zuwanderer, auf der anderen Seite, sei da sehr wichtig. Die Veranstaltung wurde vom Publikum sehr gut angenommen.


Bild für: Filmvorführung „Oury Jalloh“ und anschließende Diskussion mit Dr. Ibrahim Thiam, dem stellvertretenden Vorsitzenden der African Union e.V.. Donnerstag, 25.03.2010

"Die Entwicklung ist für alle da", Mittwoch, 20.01.2010

Erstellt am 04. Februar 2010

 

Die Mediathek hat im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung erneut an der Präsentation eines Informationstisches mitgewirkt. "Entwicklung ist für alle da" lautete der Titel einer Wanderausstellung, die im Siegener Krönchen-Center eine Woche zu sehen war. Die Ausstellung wurde begleitet von einem Rahmenprogramm. Am Mittwoch, den 20.01.2010 stellten Beteiligte der Entwicklungszusammenarbeit ihre Arbeit vor. Bereits im Vorfeld der Vorbereitungen zu der Veranstaltungswoche haben die Mediatheksmitarbeiterinnen sich intensiv mit dem Thema „Menschenrechte“ befasst. So wurde auch unter anderem, die im Jahr 2009 neu aufgenommene Thematik „Menschenrechte/ Kinderrechte“, um etliche Materialien erweitert. Mehrere Neuerscheinungen und ein passendes Spiel wurden extra dafür angeschafft und thematisch passend zusammengestellt. Die Materialien ergänzten die angebotenen Vorträge des Tages und fügten sich sehr gut ins Gesamtbild der anderen Angebote und Aussteller.


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